Informelle Netzwerke lassen sich in jeder Organisation als fester Bestandteil finden. Meist bestehen sie jedoch unabhängig voneinander und bieten ungenutzte Problemlösungskompetenzen.
In formellen Wissensgemeinschaften dagegen sind deren Teilnehmer auf freiwilliger Basis und in Bezug auf ein gemeinsames Arbeitsgebiet verbunden. Ziel einer solchen Gemeinschaft ist es, Informationen zu tauschen, Wissen zu entwickeln, voneinander zu lernen und Probleme zu lösen. Das Prinzip einer solchen formellen Community hilft dabei, geografische, technische und organisatorische Hindernisse zu überwinden.
Formelle Wissensgemeinschaften bedürfen für ihre Etablierung der Identifizierung, des Aufbaus und der Pflege multifunktionaler und abteilungsübergreifender Netzwerke. Dabei sollte es wichtig sein, Wissensgemeinschaften durch die Bereitstellung einer angemessenen technischen Infrastruktur und der offiziellen Verankerung innerhalb der Organisationskultur zu formalisieren.
Die Einrichtung formeller Wissensgemeinschaften trägt maßgeblich
zum Aufbau einer organisationsbezogenen Wissensbasis bei. Damit
bietet sich den Mitarbeitern die Möglichkeit, Erfahrungen
untereinander zu tauschen, alltägliche Probleme zur Sprache zu
bringen, Probleme nicht mehrfach zu diskutieren, unabhängige
Lösungen zu finden und kollektives innovatives Denken zu festigen.
Durch die Etablierung formeller Wissensgemeinschaften kann Wissen,
das bis dahin ungenutzt blieb, bereitgestellt und über Bereichs- und
Ländergrenzen hinweg genutzt werden.
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